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Singapur

Tipps im Blog

Wie beginnt man ein neues Leben in einer fremden Kultur? Das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden und seinen Weg suchen. Hier berichte ich von meinen ganz eigenen Erlebnissen und ein paar Tipps für den Alltag in Singapur sind auch dabei.

Lunch am Freitag

Essen und Trinken Posted on Fri, June 15, 2018 12:38:54

Am letzten Tag der Lunchwoche gab es Char Siew, mariniertes
Schweinefleisch aus dem Bauch oder Nacken. Schon interessant, mit welchen
Bildern der Appetit angeregt wird und was dann wirklich auf dem Teller liegt
🙂



Lunch am Donnerstag

Essen und Trinken Posted on Thu, June 14, 2018 17:16:21

Der Food
Court
im Great World City (ein Einkaufszentrum in der Nähe unserer Wohnung) kann
durchaus meine persönliche Kantine genannt werden. Food Courts sind im Gegensatz zum Hawker immer innen gelegen und klimatisiert. Zu Ehren meiner Nichte Linda
und meines Neffen Josh gab es heute thailändisches Green Curry zum Preis von 7
S$ (4,40 €), dazu einen frischgepressten Mango Saft. Der Singapur-Favorit der
beiden und immer ein Must have, wenn sie zu Besuch sind. Ich nehme
gerne die vegetarische Variante, weil es eine der wenigen Möglichkeiten ist, gemischtes Gemüse zu bekommen. Allerdings verzichte ich auf die Chilischoten.



Lunch am Mittwoch

Essen und Trinken Posted on Wed, June 13, 2018 14:51:07

Heute nur
ein kurzer Snack, die Arbeit ruft!

Die
Dumplings (Teigtaschen mit Hack oder Gemüse gefüllt) liebe ich! Aus
Kaloriengründen habe ich gedämpft bestellt (links), aber frittiert bekommen.
Was soll’s, da darf man nicht so kleinlich sein.



Lunch am Dienstag

Essen und Trinken Posted on Tue, June 12, 2018 14:48:27

Heute ist
Mahjong-Tag. Ich habe eine super Mädeltruppe, die sich reihum privat trifft, um
das chinesische Spiel zu spielen. Die Gastgeberin bekocht die ganze Sippe und
heute war Marion dran. Hackbällchen (mit Käse gefüllt, Luxus in Singapur!) in
Tomatensoße mit Salat. Reis als Beilage wird stets versucht, zu vermeiden 🙂 und kaum eine kocht asiatisch, das ist dann morgen wieder dran.
Lustig finde ich, dass Marion immer ganz tollen Nachtisch
anbietet und ihn selbst gar nicht isst. Anfangs habe ich mir deswegen
Gedanken gemacht, heute genieße ich nur noch.

Danke Marion!!



Lunch am Montag

Essen und Trinken Posted on Mon, June 11, 2018 17:59:08

Was isst man
so in Singapur? Am einfachsten jedenfalls beim Hawker – übersetzt
Straßenhändler. Garküchen an der Straße, wie man es im restlichen Asien kennt, sind in
Singapur aus hygienischen Gründen schon lange nicht mehr erlaubt. Dafür gibt es
an jeder Ecke in dieser Stadt
einen Hawker, bestehend aus mehreren
„Stalls”, in denen die Köche auf kleinstem Raum ihre Gerichte zubereiten,
ähnlich wie Garküchen. Da gibt es chinesisch, indisch, thailändisch,
vietnamesisch, koreanisch usw. Die Stände stehen unter ständiger Kontrolle und die
Bewertungen, die von A bis C gehen, müssen sichtbar ausgehängt werden. Wer
schlechter abschneidet, muss seinen Laden dicht machen. Ein Unterschied
zwischen A und C ist zum Beispiel, dass der Wok nicht nach jedem Kochvorgang
ausgewischt werden. Also kein Grund, die C-Stalls zu meiden, manche schwören
auf den besseren Geschmack in öfters benutzten Pfannen!

Ich weiß
noch nicht, welche kulinarischen Genüsse mich in dieser Woche alle erwarten, aber
ich werde täglich berichten. Heute der Klassiker: Chicken Rice. Links wie es am
Stand angepriesen wird und rechts, was wirklich auf dem Tablett lag.



Bier aus Hopfen!

Essen und Trinken Posted on Sun, February 04, 2018 14:58:24

Brotzeit Singapore hat die
Getränkekarte um einige deutsche Biere erweitert und zur Vorstellung zum
Mediatasting eingeladen – man nennt es Arbeit.

Herrlich war
es, mal wieder etwas anderes, als das lokale Reisbier zu trinken. Claus Schwarzmann, Leiter des
Einkaufs von Brotzeit, ist ständig auf der Suche nachpreisgekrönten Bieren und
etablierten Brauereien in Deutschland um deren Biere in Singapur anzubieten.


Zu
Probieren gab es alte Bekannte, aber auch besondere Sorten wie zum Beispiel Schneider Weisse Tap X – Nelson Sauvin, einer limitierten Auflage Flaschenbier. Ganz
etwas Feines, denn der Hopfen stammt aus der neuseeländischen Nelson
Bay-Weinregion. Das erklärt auch den Preis von 29S$ pro Flasche. Dann gab es auch noch Schneider Weisse Aventinus Eisbock, mit 12 %
Alkoholgehalt das stärkste Flaschenbier in Singapur. Gereift in einem speziellen
Gefrierprozess hat dieses Bier Aromen von Pflaume, Banane und Gewürznelke. Angeblich
auch von Bittermandel und Marzipan, aber das habe ich nicht herausgeschmeckt.
Wahrscheinlich habe ich dabei zu sehr an Amaretto gedacht.


Solch ein
Tasting kann sehr lustig werden, gerade mit den richtigen Leuten am Tisch.
Unser Tischnachbar war kein Bierfreund und anfangs ziemlich still. Ich weiß
nicht, ob unsere Unterhaltung oder der stete Biernachschub schuld war, aber er
taute im Laufe des Abends etwas auf und ist später relativ fröhlich nach Hause
gegangen.
Vor der
Abschiedsrunde gab es eine Überraschung: Breznschnaps. Schmeckt wie ein weicher
Grappa, ist aber wirklich aus Brezel gemacht. Da waren wir alle baff, aber es
hat super geschmeckt und ist nur in Singapur erhältlich.

Nach dem
Tasting sind wir noch weitergezogen und auf spanisches Bier umgestiegen (um
europäisch zu bleiben). Beim nächsten Mal gibt es wieder lokales Reisbier!



Spargelzeit auch in Singapur

Essen und Trinken Posted on Mon, May 08, 2017 16:39:36

Die German Association Singapur und die AHK Singapur haben zu
“Spargel unterm Sternenhimmel” geladen. 160 Kilogramm des
Stangengolds wurden aus Niedersachsen eingeflogen und mit Schinken und
Kartoffeln serviert.

Auf Sentosa wurde im Cappella Hotel für die 160 Gäste auf
der Terrasse gedeckt und wir hatten einen phantastischen Blick auf das Meer.
Seit 30 Jahren schon findet dieses Event dank vieler Sponsoren jährlich statt
und nun waren wir mal auch dabei. In Asien ist der weiße Spargel weithin
unbekannt und nur in wenigen Geschäften zu bekommen. Aber zum Beispiel German Marketplace und
Huber’s Butchery verkaufen sogar deutschen Spargel.
Pappsatt sind wir nach dem
Dinner nach Hause gefahren und ich war total glücklich, denn es war sogar schon
mein zweites Spargelessen innerhalb einer Woche – und das in Singapur!



Man kann nicht immer chicken rice essen

Essen und Trinken Posted on Sun, April 02, 2017 12:00:55

Kulinarisch gesehen befinde ich mich in Singapur auf
Weltreise. Leider sind die Preise sehr hoch in den Restaurants, aber wer im Hawker Centre an der Ecke – und es gibt
viele solcher Ecken- isst, kann sich für kleines Geld den Bauch vollschlagen.

Manchmal überkommt mich jedoch die Sehnsucht nach
deutschem Essen. Wobei deutsch hier allerdings mit bayerisch gleichgesetzt
wird. Auch gut, man nimmt was man kriegen kann.

Bei großem Jieper nach Heimatessen verschlägt es
mich in die Brotzeit. Hier gibt es Essen in sehr guter Qualität
und beim Betreten des Restaurants werde ich von den Kellnern mit einem
fröhlichen “Servus” begrüßt. Deutsche Biere gibt es im Angebot,
neuerdings sogar Kristallweizen. Wer nach Rippchen, Hähnchen, Fisch und
Kartoffelsalat noch Hunger hat, sollte die Desserts probieren. Apfelstrudel,
Windbeutel und der Schokoladenkuchen sind (leider) alle sehr lecker.

Nach meinem letzten Besuch bin ich lieber zu Fuß
nach Hause gegangen um etwas Bewegung zu haben. Wobei ich zugeben muss, dass
man eher rollt als zu gehen. Vielleicht hätte ich doch besser den leckeren
Salat nehmen sollen.

Nach so einem Schlemmerabend kann ich dann auch
wieder ein paar Wochen Reis beim Hawker
um die Ecke essen.


Brotzeit – German Bier Bar & Restaurant



Durian

Essen und Trinken Posted on Wed, January 11, 2017 17:14:32

Nein, ich habe sie noch nicht
probiert. Die liebste Frucht der Südostasiaten:
Die Durian.

An
vielen Straßenständen wird sie angeboten, aber ich habe mich noch nicht
dazu überreden können, davon zu probieren. Der Geruch ist widerlich
und bleibt lange in der Nase hängen, auch wenn ich schnell daran
vorbei gehe. Um in etwa eine Vorstellung zu bekommen, habe ich es mal
mit Durianschokolade probiert. Nach dem ersten Stück hat der Rest
der Tafel den Weg zum Mülleimer gefunden (glücklicherweise haben
wir einen Müllschlucker in der Küche, der alles in den Keller
transportiert).

Meiner Familie habe ich aus Spaß
eine Tafel geschickt und eine böse Rückmeldung erhalten, weil der
Kühlschrank danach eine Generalüberholung nötig hatte.

Was ist dran an der Durian? Die
Einheimischen schwören auf diese Delikatesse, richtige Banketts
werden dafür veranstaltet. “Wenn sie schon fast faul wird,
schmeckt sie am leckersten.” Es ist in etwa mit unserer
Käsekultur vergleichbar. Ein Stück alter Tilsiter riecht auch nicht
gut, wird aber mit Genuss gegessen. Die Reste aufbewahren will danach
aber auch niemand. Ähnlich ist es mit der Durian.

Vielleicht hätte ich aus Neugier
längst mal eine mit nach Hause genommen, aber der Transport in
öffentlichen Verkehrsmitteln ist verboten und Taxifahrer weigern
sich zu fahren, sobald sie die Tasche mit der Stinkfrucht entdecken.
Angeblich bleibt der Geruch im Wagen tagelang hängen.

Eines Tages wird die Neugier mich
übermannen. Dann kaufe ich eine Durian, trage sie nach Hause und
werde probieren, aber noch bin ich nicht soweit.

Eine Freundin hat mich davor
gewarnt, das Probeessen nach einer durchzechten Nacht anzusetzen. Sie
hätte den Rest des Tages in der hauseigenen Keramikabteilung
verbracht…



The Noodleman in Singapore

Essen und Trinken Posted on Mon, September 26, 2016 07:57:32

Lunch
beim Nudelmann

Kulinarisch
ist ja einiges los im Staate Singapur und ich kann bei weitem nicht
alle Restaurants erwähnen.

Aber
dieser Lunch war wirklich unglaublich gut. Sowohl in der A- wie auch
in der B-Note.

The
Noodleman in Chinatown macht die Nudeln mehrmals täglich selbst. Die
Kochstellen sind mit einem Vorhang abgetrennt, aber in einer offenen
Ecke im Restaurant wird der Teig hergestellt und alle können
zugucken. Erst werden die Zutaten in der Mega-Küchenmaschine
durchgeknetet, danach geht das eigentliche Spektakel los.

„The
Noodleman“ routiert mit dem Teigklops hin und her bis eine Portion
dicker Spaghetti entsteht. Die einzelnen Stränge werden länger als
einen Meter gezogen und es ist wirklich eine tolle Show. Ich habe dabei mal das Handy gezückt:

Immer wieder
fliegt der Teig in die Luft und wird dabei mehr und mehr aufgeteilt.
Dazu ist der Künstler auch noch nett und amüsant, plaudert mit
seinen Gästen und erzählt lustige Anekdoten.
Das gesamte Personal ist sehr herzlich und man
fühlt sich von Anfang an wohl im Lokal. Ich mag es, in ein
Restaurant zu kommen und das Gefühl zu haben, dass die Kellner nur
auf Dich allein gewartet haben. Genau so ist es dort.

Wir
waren nach einer Rundtour am Singapore-River mit 10 Frauen dort und
der Koch hat sich total über die Mädelrunde gefreut. Wir durften
hinter den Tresen schauen und auch den Nudelteig mal langziehen.
Allerdings hat er danach einen neuen Klops aus unseren Nudeln
geformt, wir müssen wohl noch üben. Ein Jahr Training dauert es, um es so
hinzubekommen wie es uns gezeigt wurde. Da wir Hunger hatten, haben
wir dem Koch dann lieber das Terrain wieder überlassen.

Nach
dem Ende der Teig-Show kommen die Nudeln in den Topf mit sprudelndem
Wasser und werden kurz für ca. eine Minute gegart. Ich hatte
Hühnchen und Gemüse dazu und es war köstlich. Nudeln esse ich oft
unterwegs, aber diese waren definitiv die besten die ich
bekommen habe. Ein Gericht kostet 6,80 S$, absolut nicht zu teuer!
Als Getränk habe ich zum ersten Mal den berühmten Lime-Juice
probiert. Frisch gemacht, nicht zu süß und nicht zu sauer, einfach
perfekt. Ich fürchte, ich werde hier Stammgast!

The
Noodleman

19
Smith Street
China Town
Singapore 058933